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Die ersten Schritte zum Rallyesport...

Seit ihrer Geburt spielte Motorsport eine besondere Rolle in ihrem Leben. Als Tochter eines jahrelang aktiven Rallyefahrers war sie nah am Geschehen dran. Im frühen Alter bekam sie bereits Top Piloten bei Rallyes in ganz Europa zu Gesicht. Die Motorshow Essen war auch jedes Jahr ein Event, dass sie nie verpasst hat. Mit fünf Jahren beschloss ihr Vater Jürgen, nach der Zustimmung von Josefine, den Bau einer Seifenkiste. Es sollte ein Ferrari sein, so einer wie Schumi ihn fährt. Die Seifenkiste ähnelte dem Schumi Ferrari sehr und prompt gewann sie einen großen Pokal für die schönste Seifenkiste.

Ein Jahr später begann sie Tennis zu spielen. Anfangs im Kleinfeld, später auf Großfeld. Und sie war erfolgreich. Vize-Bezirkmeisterin, Vereinsmeisterin und Kreismeisterin zählen zu ihren Titeln. Zeitgleich war aber auch der Reit- bzw. Dressurreitsport eines ihrer Hobbys. Auch dort war sie erfolgreich. Sie qualifizierte sich zweimal für den MZD-Junior Cup, sowie einmal für das Internationale Riders Festival in 2004. Beide Hobbys zusammen waren zeitlich nicht mehr auf die Reihe zu bekommen und Josefine hing den Tennisschläger nach 5 Jahren aktiver Zeit an den Nagel, um sich voll und ganz auf den Reitsport konzentrieren zu können. Sie liebte Pferde, und das ganze drumherum. Im Oktober 2005 ritt sie ein Turnier in Bruchmühlen, bis dahin wusste keiner, dass dies ihr letztes sein würde. Josefine Corinn entschied nach dem Ergebnis der letzten Prüfung, ihre Karriere nach ihrem größten Erfolg, der Wertnote 8,0, für immer zu beenden.

Wenige Monate bevor diesem Turnier packte sie das Interesse an Motorsport erneut. Josefine Corinn hatte das Interesse nie ganz verloren, denn sie war oft als Zuschauer bei Rallyes dabei, aber nun wollte sie aktiv werden. Bei einer Oldtimer Rallye. Auf dem wunderschönen Mercedes Benz 190SL von ihrem Onkel Axel wollte sie Co Pilotieren. Im Vorfeld der Rallye bereitete sie sich ausgiebig darauf vor. Denn Chinese, Fischgräte, Punkt-Strich-Skizze, etc. sind Pflicht für den Co. Zumindest bei einer Oldtimer Rallye. Die beiden schlossen die Rallye mit einem 2. Platz in der Klasse und einem ansehnlichen Ergebnis im Gesamt ab. Da es für Josefine Corinn zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich war bei einer richtigen Rallye auf dem heißen Sitz platz zu nehmen gab sie sich mit den Oldtimer Rallyes, und Veranstaltungen als Zuschauer zufrieden. Knapp ein Jahr später wollte sie wieder mit ihrem Onkel an einer Oldtimer Rallye teilnehmen. Und die ersten großen Erfolge waren da, im Motorsport. Axel und Josefine Corinn waren ein eingespieltes Team und konnten sich gegen ca. 160 Teilnehmer durchsetzen: Die beiden gewannen die Oldtimer Rallye in Melle.

Das Jahr 2007 begann. Wie sollte es anders weitergehen, als mit dem Rallyesport. Ab diesem Jahr durfte sie teilnehmen, teilnehmen an Rallyes. Und es sollte der heiße Sitz ihres Vaters werden. Im April war ihre erste Rallye, weitere schlossen sich an und sie machte ihren Job. Sie liebte damals schon ihre Aufgaben als Co., aber 2007 war ein reines Lernjahr. Ähnlich wie 2008. Im Mai des Jahres 2008 war Josefine Corinn das erste Mal bei einer Internationalen Rallye als Beifahrer dabei. Mit Teilnahmen bei zahlreichen Veranstaltungen schloss sie die Saison mit ihrem persönlichen Highlight ab: Der Rallye Köln Ahrweiler. Schon seit Jahren wollte sie einmal dort mitfahren. Fasziniert vom zuschauen und der Kulisse.

Der Abschluss passte perfekt und ein erfolgreiches und lehrreiches Jahr ging zu Ende.

Ebenfalls in 2008 machte Josefine Corinn eigene motorsportliche Erfahrungen hinter dem Steuer eines Fahrzeuges. Sie fuhr eine Saison im Youngster Slalom Cup Ostwestfalen-Lippe. (An dieser Stelle noch einmal Vielen Dank an die Sponsoren. ) Im Team des Msc Wiedenbrück nahm sie das Slalom-Training wahr. Trainer war zu dem Zeitpunkt Arkadius Gombos, der den Youngstern des Msc’s super zur Seite gestanden und hilfreiche Tipps gegeben hat.

Nach dieser Saison war Josefine Corinn sich in einem klar: „Slalom ist nicht ihr Ding, aber Rallye! – Sie möchte selbst ins Lenkrad greifen. Bis es soweit ist, auf der Beifahrerseite hilfreiche Erfahrungen sammeln..“

In der Saison 2008 bestritt Josefine erneut zahlreiche Rallyeveranstaltungen an der Seite ihres Vaters. Die beiden konnten bei der Rallye Trittau einen Klassensieg einfahren und bei der Rallye Visselfahrt einen sagenhaften 14. Platz im Gesamt auf ihrem Konto verbuchen. Ebenfalls in diesem Jahr bestritten Jürgen und Josefine die Eifel Rallye in Daun, die ein Lauf zur Königsklasse, der Deutschen Rallye Meisterschaft zählt. Auch hier konnte sie viele Erfahrungen sammeln. Trotz der vielen Ausfälle, die sie verkraften mussten, zieht sie ein sehr positives Saisonfazit. Denn in 2008 hat sie, neben ihrem Vater, auch zwei Rallyes an der Seite von Christian Riedemann im Citroen C2R2 bestritten, wobei die eine Rallye als reine Testveranstaltung zählte, die andere jedoch konnten die beiden mit einem dritten Gesamtrang, sowie dem Divisionssieg beenden. Ein Ergebnis, das für Josefine das beste ihrer bisherigen Karriere bedeutet....

 

 

 

Der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm. ;-)

Die ersten Anfänge: 1995 auf dem Auto von Isolde Holderied